Zentrale Marketing Strategie (Bild: Shutterstock)

Die Zeiten des Silo-Denkens sind vorbei. Unternehmen sollten das Marketing in den Mittelpunkt ihres Geschäftstätigkeiten stellen.

Silo-Denken in Unternehmen – das grundlegende Problem

Entwicklung. Vertrieb. Kundendienst. Human Resources. Finance. Marketing. IT. Geschäftsführung. 

Diese Abteilungen besitzen die meisten Unternehmen. In Start-ups, Agenturen oder Kleinbetrieben sind mehrere “Abteilungen” in einer Person zusammengefasst. Nichtsdestotrotz besteht die Firmenstruktur aus Silos bzw. einzelnen Säulen. Die sieht dann ungefähr so aus (vereinfachte Darstellung):

Silo-Denken der Abteilungen: Die Säulen eines Unternehmens (Bild: Shutterstock / JK Media Consulting)

Das bedeutet: Jede Abteilung (bzw. Silo / Säule) arbeitet für sich. Einen Austausch mit den anderen gibt es nur selten. Die Strukturen sind dementsprechend starr.

Ein großer Fehler, wie ich finde.

Unternehmen müssen flexibel sein. Die Digitalisierung ist ein Schnellboot, dass eine unglaublich hohe Taktung hat. Es gilt, zeitnah auf Marktveränderungen zu reagieren. Damit dies gelingt, sollten die Mitarbeiter agil arbeiten. Und in diesem Zuge auch miteinander statt nebeneinander oder gar gegeneinander.

Was aus meiner Perspektive ebenso essentiell für den Erfolg eines Unternehmens ist: Nehmt das Marketing ernster! Rückt es mehr in den Mittelpunkt eurer Firmenstrategie.

Das kann so aussehen:

Marketing als zentrales, interdisziplinäres Element eines Unternehmens (Bild: Shutterstock / JK Media Consulting)

Was ich damit meine

Für mich ist Marketing mehr als nur die Vermarktung von Produkten. Es stellt den Kern eines Unternehmens dar. Mit einer durchdachten Marketingstrategie verbessert ein Unternehmen seine Produktentwicklung, sein Business Development, seinen Vertrieb, seine HR-Aktivitäten und auch seine Digitale Transformation.

Fast jeder Bereich eines Unternehmens besitzt eine Schnittmenge, die sich mit dem Marketing überlappt. Zum Beispiel benötigt der Vertrieb Leads. Diese werden sehr gut mit Inbound-Marketing-Maßnahmen generiert. Und das Lead Nurturing funktioniert am besten mit Content Marketing.

In Zeiten des Fachkräftemangels bewerben sich Unternehmen bei den Interessenten – und nicht mehr umgekehrt. Das heißt, das Thema HR-Marketing wird zunehmend wichtiger.

Bestandskunden sind um ein Vielfaches wertvoller als Neukunden. Unternehmen müssen diese mit Customer Success Management an sich binden. Was dazu benötigt wird? Genau – die Expertise aus dem Marketing.

Wie soll das neue Produkt aussehen? Welche Features sind notwendig, damit es am Markt ankommt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Produktmanagement bzw. die Produktentwicklung. Wer kann am meisten über Zielgruppen und ihre Bedürfnisse sagen? Ein Tipp: Es fängt mit “M” an. 

Marketing von A bis Z betrachten!

Diese Situation erlebe ich immer wieder bei meinen Kunden: Als Start-up, Agentur oder kleines mittelständisches Unternehmen haben sie ein Produkt entwickelt. Das kann eine Innovation wie eine neue App oder eine Dienstleistung sein. Monatelang oder gar jahrelang wird im stillen Kämmerlein daran gearbeitet, bis es irgendwann fertig ist.

Und dann? Dann braucht man nur noch etwas Unterstützung von mir als Marketing-Consultant, danach fliegt die Kuh – so das weitläufig falsche Verständnis von Marketing.

Es wird versucht, das Produkt durch verschiedene, punktuelle Maßnahmen (Messebesuche, Mails oder Facebook Ads) an den Mann oder die Frau zu bringen. Dieses Vorgehen läuft meist mittelprächtig bis schlecht. 

Kein Wunder: Marketing muss strategisch angegangen werden – und das von Anfang an. Im besten Fall ist es ein wichtiger Bestandteil der Unternehmens-DNA. So kann es am besten seine Strahlkraft entfalten.

Bilder: Shutterstock / JK Media Consulting

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