Inbound Marketing (Bild: Pixabay)

Pull statt Push: So unterscheidet sich Inbound Marketing von anderen Marketing-Strategien. Und so ist es mit dem Content Marketing verbandelt.

Was bedeutet Inbound Marketing?

Als Inbound Marketing bezeichnet man eine Vorgehensweise, bei der Unternehmen sich von Kunden finden lassen. Suchen Nutzer im Internet nach Lösungen, können Unternehmen durch hochwertigen Content (wie Whitepaper, E-Books oder Webinare) auf sich aufmerksam machen.

Dementsprechend sind das Content Marketing und Inbound Marketing eng miteinander verwoben.

Was unterscheidet Inbound vom Outbound Marketing?

Viele Marketing-Methoden funktionieren nach der Push-Methode: Ein Produkt wird so promotet, dass es im Vordergrund steht, begleitet von tollen Slogans, emotionalen Bildern oder auffallender Musik. Das geschieht meist auf verschiedenen Kanälen (TV, Radio, Tageszeitungen, Webseiten …) und mit entsprechenden Werbemaßnahmen wie Anzeigen oder Werbebannern.

Diese Art der Bewerbung gehört zum Outbound Marketing, da das werbende Unternehmen fremde Kanäle nutzt und hierbei die Werbebotschaft in den Fokus rückt.

Das Inbound Marketing funktioniert nach der Pull-Methode. Das bedeutet: Bevor der moderne Konsument sich ein Produkt kauft, recherchiert er in der Regel zuerst im Internet. Er sucht nach Antworten auf bestimmte Fragen. Zum Beispiel googelt er nicht nach „Hammer zum Kaufen“, sondern nach „Wie kriegt man einen Nagel in die Wand?“.

Beim Inbound Marketing geht es somit darum, dem Suchenden die passenden Antworten und Hilfestellungen für seine Fragen und Probleme anzubieten. Denn viele Konsumenten wissen gerade bei neuen oder komplexen Sachverhalten oft gar nicht so genau, was sie als Lösung benötigen.

Die unterschiedlichen Phasen des Inbound Marketings

Unternehmen, die auf die Pull-Methode setzen, sollten ein übergeordnetes Ziel haben: Die passenden Antworten zu den Fragen ihrer Zielgruppen bieten. Und das möglichst auf unterschiedlichen Kanälen mit facettenreichen Content-Formen. Das können beispielsweise Beiträge im Firmenblog sein, How-to-Videos auf dem eigenen Youtube-Kanal, Podcasts bei Streaming-Portalen oder eine Infografik auf der Unternehmenswebseite.

Apropos Podcast: Kennt ihr schon meinen USP Marketing Podcast? In dem Interview-Format erzählen die Gäste kurz und knapp, wie sie ihr Alleinstellungsmerkmal fanden, schärfen und vermarkten.

Die Inhalte müssen dabei so konzipiert sein, dass sie:

    • leicht gefunden werden können (Stichwort: SEO)
    • zu den Zielgruppen bzw. den Personas passen
    • … und von diesen freiwillig und gerne konsumiert werden

Um diese Ziele zu erfüllen, solltet ihr nach der AIDA-Formel vorgehen. Erhaltet Aufmerksamkeit (Attention), weckt Interesse (Interest) sowie den Wunsch nach euren Produkten / Dienstleistungen (Desire) und verleitet die potentiellen Kunden zu einer Handlung (Action).

Wichtig: Beim Inbound Marketing geht es nicht um einen direkten Abschluss, zum Beispiel dem sofortigen Verkauf eines Produktes! Stattdessen sollte es euer Ziel sein, einen Interessenten in einen Lead zu verwandeln. Ein Lead entsteht, wenn beispielsweise ein Interessent auf eurer Website seine Kontaktdaten eingibt, um ein kostenloses Whitepaper herunterzuladen.

Ihr könnt dann mit diesem Lead arbeiten. Und ihn weiter qualifizieren, indem ihr ihm beispielsweise Newsletter mit weiteren Whitepapern-Angeboten oder Einladungen zu passenden Webinaren zusendet. Der Interessent wird also mit weiteren Inhalten „bespielt“ und irgendwann – hoffentlich – ein echter Kunde.

Inbound Marketing Prozess (Bild: Claudia Hilker)So sieht ein Prozess im Inbound Marketing aus (Bild: Claudia Hilker)

Inbound Marketing benötigt Content Marketing

Damit ihr Inbound Marketing betreiben könnt, benötigt ihr Inhalte. Damit landet man beim Content Marketing. Ziel des Content Marketings ist es, mit relevanten Informationen und Inhalten das Interesse zu wecken. Der Content kann informierend, beratend oder unterhaltend sein.

Content Marketing wird auch als Brand Journalism bezeichnet. Gerade für tiefgreifende Texte, eindrucksvolle Videos oder Multimedia-Anwendungen benötigt ihr Profis wie Texter, die meist eine journalistische Ausbildung oder derartiges genossen haben.

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Mein kostenloses Whitepaper “Firmenblogs: Grundlagen, Strategie und Umsetzung” erklärt Einsteigern und Fortgeschrittenen alles Wichtige rund ums Thema Corporate Blogging.

Welche Inhalte gehören zum Content Marketing?

Content Marketing besitzt viele Facetten. Zum Beispiel zählen folgende Inhalte dazu:

    • Blogbeiträge
    • Broschüren
    • Kundenmagazine
    • Whitepaper
    • Webinare
    • Erklärvideos
    • Social-Media-Posts
    • Infografiken
    • Podcasts

Ihr seht: Wie so oft im Onlinemarketing hat man einen bunten Strauß an Möglichkeiten. Deswegen ist es wichtig, dass ihr vor dem Start eine Marketing-Strategie definiert.


Hinweis: Dieser Beitrag ist ein Auszug aus meinem Fachbuch “Onlinemarketing für StartUps: Kompaktes Wissen für Gründer“, das als Taschenbuch und eBook (PDF) erhältlich ist. 

Bilder: Pixabay, Claudia Hilker

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