Digitalisierung Mindset Gap (Bild: Shutterstock)

Wusstest du, dass sich Kunden am Wochenende – scheinbar – komplett anders als unter der Woche verhalten, wenn es um die Internet-Nutzung geht?

Digitalisierung? Warum?

Wir schreiben das Jahr 2021. Die Digitalisierung läuft seit einigen Jahrzehnten. Die Corona-Krise lässt viele Geschäftsmodelle wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.

Trotzdem höre ich Aussagen wie “Ne, eine Homepage brauche ich nicht!”

Kein Scherz.

Auch heute noch verweigern sich manche Unternehmer dem Internet. Sie denken, sie bräuchten keine Website, keinen Eintrag bei Google MyBusiness, keine Social-Media-Kanäle, kein Onlinemarketing.

Pah, wer ist schon online?

Die Begründung der Internet-Verweigerer: Ihr Business finde nicht online statt, denn ihre Kunden wären nicht im Netz unterwegs.

Komisch.

Der Anteil der Onliner stieg im Jahr 2020 auf 94 Prozent. 66,4 Millionen Deutsche nutzen das Internet. Sie surfen, sie googeln, sie chatten, sie bingewatchen, sie posten, sie mailen. Sie beschäftigen sich mit Onlinebanking, mit Onlineshopping, mit Onlinegames, mit Musikstreaming.

Jeder von uns ist dabei. Sicherlich auch die “Web, so ein Quatsch”-Unternehmer. Trotzdem gehen sie steif und fest davon aus, dass ihre Kunden zu den sechs Prozent gehören, die noch nicht im Netz aktiv sind.

Die Lücke zwischen Theorie und Praxis

Sie ist das Problem. Die besagten Selbstständigen, Manager, Entscheider und Unternehmenslenker nehmen an, ihre Kunden wären privat und geschäftlich zwei komplett unterschiedliche Menschen: In ihrer Freizeit genießen sie die Vorzüge der Digitalisierung, doch im Büro agieren sie noch wie anno 1970.

Der Leadmanagement-Coach Norbert Schuster hat dafür in seinem Buch Digitalisierung in Vertrieb und Marketing* eine sehr gute Beschreibung für diese seltsame Denkweise gefunden: den Sunday/Monday Gap.

Seinen Begriff erklärt er so:

“Warum sollte ein Mensch, der am Sonntag mit seinem Tablet etwas sucht, sich im Internet ausgiebig informiert und auf Knopfdruck eine Bestellung auslöst, am Montag mit einer Kutsche zur Arbeit fahren, im gedruckten Branchenverzeichnis suchen und eine Bestellung per FAX oder Brieftaube auslösen?”

Ach, das sind nur Einzelfälle

Nein! Leider ist der Sunday/Morning Gap weiter verbreitet, als man vermuten mag. Wie gesagt muss ich immer wieder Geschäftsleute davon überzeugen, sich mit “dem Internet” zu beschäftigen.

Damit bin ich nicht alleine. Kürzlich war der Regionalmarketing-Experte Robert Ziege in meinem USP Marketing Podcast. Er beschrieb ähnliche Geschichten aus dem #Neuland. Traurig, oder?

Bild: Shutterstock


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