Firmenblog + SEO (Bild: Shutterstock)

Eine Frage, die ich immer wieder höre. Die Antwort darauf ist irgendwie simpel. Und irgendwie auch wieder nicht.

SEO für Blog-Beiträge – muss das sein?

Die Antwort lautet: Nein.

<Beitrag zu Ende.>

…..

Wie? Ihr möchtet noch mehr darüber wissen? Gerne.

Oft werde ich von meinen Kunden gefragt: “Müssen unsere Blogbeiträge immer für Suchmaschinen optimiert sein?”

Bevor ich eine Antwort gebe, stelle ich folgende Gegenfrage: “Was ist das Ziel eures Blogs?”

Was ist eigentlich ein Blog?

Drehen wir das Rad noch ein Stückchen zurück. Denn eine Sache muss ebenfalls geklärt werden: Was ist eigentlich ein Blog?

Blog ist nicht gleich Blog!

Der Begriff “Blog” stammt von der Abkürzung “Web-Log” ab. Er bedeutet so viel Web-Tagebuch. Als Blogs Anfang der 2000er-Jahre populär wurden, dachte noch keiner an SEO. Auch nicht, als Unternehmen auf den Zug aufsprangen und die ursprüngliche Idee der Blogs – die subjektive Meinung von einzelnen Personen ins Netz zu bringen – veränderten.

Heutzutage gibt es verschiedene Arten von Blogs, zum Beispiel:

Hinter jedem Blog steht eine andere Intension:

    • Ein News-Blog will täglich und immer aktuell informieren – er ist damit vergleichbar mit einer typischen News-Seite
    • Ein Mitarbeiter-Blog soll einem Unternehmen ein Gesicht geben, um bspw. Bewerber anzusprechen
    • Und ein Ratgeber-Blog soll kostenlos Fachwissen vermitteln, um so die Expertise des Absenders zu unterstreichen

Welche Ausrichtung soll dein Blog haben, lieber Kunde?

Aus der Antwort kann nun abgeleitet werden, ob intensive SEO-Maßnahmen sinnvoll sind oder nicht.

Ein Beispiel: Einen Mitarbeiter- oder Meinungsblog auf SEO trimmen? Ja, kann man machen. Nur macht das aus meiner Sicht wenig Sinn. Auf was soll denn hier optimiert werden? Und warum?

Ich denke, Blogs, in denen eine flotte, lockere Schreibe im Vordergrund steht, sind mit vielen SEO-Maßnahmen nicht vereinbar. Deswegen ist auch dieser Blog hier nicht für Suchmaschinen optimiert. Ich schreibe die Texte so runter, wie sie mir in den Sinn kommen. Und nicht so, wie sie für Google am besten wären.

Anders sieht es bei Blogs aus, die einen Ratgeber-Charakter haben. Das ist der typische Einsatzzweck für SEO-Maßnahmen. Eine Typo3-Agentur, die sich etablieren möchte und organischen Traffic benötigt, kann einen Blog betreiben, der voll auf das Thema Typo3 optimiert ist. Ein Yoga-Coach hat die Möglichkeit, sich in seinem Blog auf das Thema Yoga zu konzentrieren – und dabei entsprechend auf SEO achten.

Bitte auch über den Tellerrand schauen

Aber: Nicht immer muss sich ein Blog um das drehen, was ein Unternehmen anbietet (Typo3-Agentur = Typo3-Blog). Verlasst mal euren Dunstkreis!

Wofür kann beispielsweise die Typo3-Agentur noch stehen? Zum Beispiel für Innovationen, Kunst im Internet, Digitaler Wandel, Growth Hacking, ökologisches Handeln im Web, etc.

Und dann stellt sich erneut die Frage: Muss der Blog dafür Suchmaschinen-optimiert sein? Will die Typo3-Agentur beispielsweise über das Thema “Kunst im Internet” gefunden werden? Warum?

Da kommen wir wieder zu meiner Frage: “Was ist das Ziel eures Blogs?”

Fazit

Muss man SEO für seinen Firmenblog betreiben? Nein, nicht unbedingt.

Wie immer kommt es auf die Strategie und die Ziele an. Soll ein Blog als Traffic-Lieferant dienen, und das zu gewissen Keywords, dann ist die Suchmaschinen-Optimierung ein wichtiger Bestandteil der Content-Erstellung. Stehen andere Aspekte im Vordergrund, dann ist SEO ein Kann und kein Muss.

Meine Empfehlung, wie ihr herausfindet, ob und wie weit ihr SEO für euren Blog betreiben müsst/könnt:

  • Legt eine Marketing-Strategie fest
  • Leitet daraus eine Content-Marketing- und SEO-Strategie ab
  • Daraus ergibt sich dann die Blog-Strategie

Gleichgültig, ob ihr euren Firmenblog auf SEO trimmt oder nicht – eine Sache ist immer wichtig: Liefert euren Lesern gehaltvolle Inhalte!

Bild: Shutterstock

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