Digitalisierung über Marketing (Bild: Pixabay)

Nein, die Digitalisierung eines Unternehmens muss nicht von der IT-Abteilung aus gesteuert werden! Das Marketing kann das auch übernehmen. So gelingt das Vorhaben.

Das Marketing als Treiber der Digitalen Transformation

Wie schon in meinem Beitrag “Deshalb gehört das Marketing ins Zentrum einer Firmenstrategie” beschrieben, ist Marketing kein Silo. Ich bin der festen Überzeugung, die Marketing-Verantwortlichen müssen – besonders in kleinen Unternehmen – im ständigen Austausch mit allen Abteilungen sein.

Derart können sie das Unternehmen und seine Produkte wirklich verstehen und gesamtheitlich vermarkten. Alle ziehen an einem Strang, um das Beste zu erreichen.

“Das Beste” ist nicht nur die optimale Vermarktung der Produkte und die daraus resultierende Umsatzsteigerung. Sondern auch, ein Unternehmen im Gesamten voran zu bringen. Um es beispielsweise ökologischer zu gestalten. Oder um die vielen Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern.

Ja, das Marketing kann ein Treiber der Digitalen Transformation eines Unternehmens sein. Im Optimalfall agieren und denken die Marketer schon voll digital, weil sie sich seit vielen Jahren mit Onlinemarketing beschäftigen. Sollte das nicht der Fall sein, ist nun der richtige Zeitpunkt, um damit durchzustarten!

Was ist das Ziel? Die Marketing-Verantwortlichen machen zusammen mit den Kollegen ihr Unternehmen fit für die digitale Gegenwart. Und fit für die Zukunft.

Digitalisierung übers Marketing: Was braucht’s dazu?

Zu allererst müssen alle das wichtigste Tool der Welt nutzen: ihr Gehirn. Ein digitales Mindset ist das A und O, um die Digitale Transformation ‘open minded’ anzugehen. Sätze wie “Das haben wir schon immer so gemacht”, “Das hat doch bislang auch funktioniert” oder “Ach, immer dieser neumodische Kram – wer braucht das denn?” müssen sofort gestrichen werden.

Sich auf Onlinemarketing und digitale Arbeitsweise einzulassen, bedeutet, radikal mit dem Alten zu brechen. Anzeigen in der Lokalzeitung schalten, sich auf den Eintrag in den Gelben Seiten fokussieren oder Zeit in Plakatwerbung investieren: Schnee von gestern.

Nun heißt es, Neues zu erlernen und auszuprobieren! Zum Beispiel:

    • Was ist SEM? Was bedeutet SEA? Und was SEO?
    • Wie schaltet man Anzeigen bei Facebook und Xing?
    • Wie funktioniert Google My Business? Wie wird ein Unternehmen auf Google Maps sichtbar?
    • Wie baut man sich eine Instagram- und Youtube-Fangemeinde auf?
    • Wie kann der Vertrieb über Whitepaper und Blogbeiträge Leads generieren?

Zu der frischen Denk- und Arbeitsweise gehört auch die intensive Beschäftigung mit Tools. Beispielsweise mit Google Ads, um Anzeigen zu schalten. Oder die Web-Oberflächen von Facebook und Twitter, um Social-Media-Beiträge zu posten.

Das ist nur der Anfang. Schon bald kommen weitere Werkzeuge ins Spiel. Zum Beispiel:

    • WordPress oder Typo3, um neue Webseiten und Blogbeiträge zu erstellen.
    • Google Analytics oder Piwik, um den Webseiten-Traffic zu messen.
    • Ryte oder Sistrix, um die Suchmaschinen-Optimierungen professionell voran zu bringen.
    • Mailchimp oder Inxmail, um Newsletter zu versenden.
    • Buffer oder Hootsuite, um Social-Media-Posts zu planen.
    • Office 365 oder G Suite, um Konzepte und Analysen für jedermann leicht abrufbar anzulegen.
    • Dropbox oder OwnCloud, um Daten (bspw. für Kunden oder Journalisten) online abzulegen.
    • Trello oder Asana, um Aufgaben und Projekte zu managen.
    • Skype oder Zoom, um vom Home Office aus konferieren zu können.

Wie geht’s dann weiter?

Je mehr ihr euch mit der Digitalisierung des Marketings, des Vertriebs, des Supports etc. beschäftigt, desto mehr lernt ihr die Vorzüge der digitalen Welt kennen. Und je tiefer ihr eindringt, desto mehr wollt ihr optimieren. Bald kommt der Zeitpunkt, wo ihr Ausschau nach großen Suiten wie Hubspot und Salesforce haltet. Willkommen in der Welt der Digitalen Transformation!

Ihr habt das Rad zum Laufen gebracht. Über das Marketing wurde ein Prozess angestoßen, verschiedene Unternehmensaktivitäten digitaler zu gestalten. Ihr versteht den Wert von Daten – dem Öl der Digitalisierung.

Und ihr habt erkannt, wie verschiedene Abteilungen zusammenarbeiten können. Zum Beispiel, wenn Marketing, Vertrieb und Kundendienst auf die gleichen Kundendaten zugreifen und damit arbeiten. Die Silos sind aufgebrochen. Alle ziehen an einem Strang. Mission accomplished.

Schlusswort

Was ich hier idealtypisch beschreibe ist die Theorie. Die Praxis sieht in der Regel etwas anders aus. Viele Marketer wissen, dass sie die Möglichkeit haben, digitaler zu arbeiten. Und dass sie damit auch die Digitale Transformation ihres Unternehmens in Schwung bringen können.

Doch bei der Umsetzung sind noch ein paar Hürden zu nehmen. Welche das sind, zeigt eine Studie von ENGN:

Es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Packen wir’s an!


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Bilder: Pixabay, ENGN

 

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